Ines Geipel.
Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

Berlin - Das „Literarische Quartett“ im ZDF am 5. Juni 2020: Thea Dorn, Schriftstellerin und Moderatorin der Sendung, stellt die „Berliner Briefe“ von Susanne Kerckhoff vor. Mit weit geöffneter „Begeisterungstür“ erklärt sie den Band rundheraus zu einem „Wunder“. „Für mich“, sagt sie, „ist es eine der wichtigsten Auseinandersetzungen mit deutscher Schuld, die in der Nachkriegszeit geschrieben worden ist … Eine junge Deutsche, die in der Nazizeit nichts Verbrecherisches getan hat, als einfach stillzuhalten, geht mit sich, mit ihrer Schuld, mit der Schuld der Deutschen ins Gericht.“ Dann spricht sie von einem „Skandal, dass dieses Buch samt Autorin siebzig Jahre in kompletter Vergessenheit gewesen“ sei. Jan Fleischhauer in der Runde weiß über die Berliner Autorin, dass sie „nicht Widerstandskämpferin“ gewesen sei. Für die Schriftstellerin Juli Zeh war „doch das Ross“, auf dem Susanne Kerckhoff „saß, ein klein wenig zu hoch“ und befand, dass die Autorin „ein wenig zu sehr in das Schwarze und das Weiße aufgelöst“ habe.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.