Annette Leo: „Die Politik von Israels Regierung darf man blöd finden“

Die Berliner Historikerin Annette Leo stammt aus einer jüdischen Familie, die in der DDR an den Kommunismus glaubte und den dortigen Antisemitismus ausblendete. 

Die Historikerin Annette Leo
Die Historikerin Annette LeoBerliner Zeitung/Paulus Ponizak

Die DDR, so ging der Mythos, das waren die Guten. Ein Volk von Widerstandskämpfern, das nach dem Krieg einen Neuanfang machte. Der Kapitalismus, also auch Imperialismus, Faschismus und Nationalsozialismus – galten als überwunden, denn die schuldige Klasse war entmachtet. Holocaust und Antisemitismus gehörten nach dieser Ideologie zur abgeschlossenen Vergangenheit. Entsprechend ungehemmt und erinnerungspolitisch sorglos nahm man gegen das mit den USA verbündete Israel Partei ein und schloss Freundschaft mit seinen Feinden. Wir haben mit der Historikerin Annette Leo gesprochen, die aus einer jüdisch-kommunistischen Familie stammt und jahrelang gar nicht bemerkte, wie sie persönlich von antizionistischen Politik der DDR betroffen war.

Frau Leo, wenn man die bundesdeutsche Antisemitismusdebatte – Stichwort Mbembe, Moses, Documenta – verfolgt, kann man als jemand aus der DDR das eine oder andere Déjà-vu haben. Waren die Tabus, um die heute gerungen wird, damals nicht schon längst gebrochen?

Das Problem war, dass derartige Tabus gar kein Thema waren. Ich war seit meinem Volontariat bei der Berliner Zeitung 1966 bis Mitte der 80er-Jahre vor allem Journalistin, erst bei der außenpolitischen Zeitschrift Horizont, dann bei der Neuen Berliner Illustrierten. Ich erinnere mich, dass ich bei der NBI auch einige lobende Artikel über die palästinensische Befreiungsbewegung und ihren Kampf gegen die israelischen Besatzer geschrieben oder redigiert habe. Da hatte ich gar nicht das Bewusstsein, dass das ein Problem sein könnte. Die DDR hat sich sehr entschieden mit den Palästinensern solidarisiert; die besondere Situation, in der sich Israel befand, wurde gar nicht thematisiert oder wahrgenommen.

Wann ist Ihnen das aufgefallen?

So seit Mitte der 80er-Jahre, als ich anfing, mich mit meiner Familiengeschichte zu beschäftigen, mit den Briefen meines Großvaters, der als Widerstandskämpfer im Zuchthaus saß und 1943 in Auschwitz umgebracht wurde, weil er Jude war. Meine Großmutter hatte auch die letzten Lebenszeichen seiner Geschwister aus dem Ghetto aufbewahrt. Bis dahin hatte ich nicht gerade viel über den Holocaust gewusst. 1988 bin ich dann zum ersten Mal nach Israel gefahren, ich bekam die Erlaubnis, weil meine Tante einen runden Geburtstag hatte.

War das eine innere erinnerungspolitische Kehrtwende?

Nein, es war ja nicht falsch, sich mit den Palästinensern zu solidarisieren. Aber in Israel habe ich verstanden, dass es komplizierter ist und auch die andere Seite irgendwie recht hat. Das fehlte in der DDR.

Wie sah die DDR Israel?

Israel war ein imperialistischer Staat, der sich noch dazu mit der Bundesrepublik verbündet hatte und in enger Beziehung mit den USA stand – also in vieler Hinsicht auf der damals gegnerischen Seite. Wenn die spezifische Geschichte Israels erwähnt wurde, dann nur, um eine besonders perfide Pointe zu setzen, wenn man zum Beispiel in der Presse den Sechstagekrieg mit Hitlers Blitzkrieg verglich. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich das damals gestört hat, ich war da ziemlich unsensibel.

Sprechen Sie da für viele Jüdinnen und Juden in der DDR?

Na, vielleicht eher für die, deren Eltern auch Kommunisten waren. In diesen Familien ging es um den Widerstandskampf, die politische Haltung, viele waren in der SED. Über die Shoah wurde nicht viel geredet. Ich war jung und habe mir eingebildet, dass ich damit nichts zu tun hätte. Die Verfolgung und Ermordung der Juden war für mich Geschichte. Es kam bestimmt vor, dass die jüdischen Kommunisten aus meiner Elterngeneration von antisemitischen beziehungsweise antiisraelischen Tönen in der Presse irritiert oder verletzt waren, aber vielleicht haben sie gedacht, dass sie sich das nicht zugestehen dürfen.

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Berliner Zeitung/Paulus Ponizak
Historikerin und Publizistin
Annette Leo wurde 1948 in Düsseldorf geboren, ihre Mutter stand als Mischling ersten Grades schon auf der Deportationsliste, ihr Vater Gerhard Leo war Résistance-Kämpfer, Geheimdienstler und Journalist.

1952 übersiedelte die Familie in die DDR. Schon vor dem Abitur wird Annette Leo SED-Mitglied, volontiert bei der Berliner Zeitung, studiert Geschichte, Romanistik und arbeitet bei der außenpolitischen Zeitschrift Horizont, in den 80ern als Redakteurin bei der Neuen Berliner Illustrierten.

Seit 1986 arbeitet sie als freie Historikerin und Publizistin. 1991 erschien in Form einer kommentierten Briefsammlung die Biografie über ihren Großvater Dagobert Lubinski („Briefe zwischen Kommen und Gehen“). Viel diskutiert wurde ihre Erwin-Strittmatter-Biografie (2012). 

Derzeit weilt Annette Leo als Stadtschreiberin in Rheinsberg.

Ihr Sohn Maxim Leo, langjähriger Redakteur der Berliner Zeitung, hat familienbiografische Bücher  über die Leos geschrieben, unter anderem: „Haltet euer Herz bereit“ (2009, Europäischer Buchpreis).

Ihr Vater hat sich gegen antisemitische Entgleisungen gewehrt, indem er sich weigerte, eine TV-Sendung des DDR-Auslandsjournals „Objektiv“ über den Sechstagekrieg zu moderieren. Er verlor darüber die Arbeitsstelle. In der Familienbiografie Ihres Sohnes Maxim Leo „Haltet euer Herz bereit“ habe ich diese Aktennotiz der Stasi gefunden: „Für die heutige Objektiv-Sendung wurde ein Beitrag vorbereitet, der die Hintergründe des aggressiven Staates Israel aufzeigen soll. In diesem Beitrag wurde nachgewiesen, dass der Staat Israel als Vorposten des Weltimperialismus im arabischen Raum systematisch seine gegen die Araber gerichteten Funktionen im Interesse der Ölmonopole ausbaut. Der Genosse Leo erklärte, so könne man das nicht machen. Er weigerte sich, diesen Beitrag für die Sendung zu sprechen. Er behauptete, er sei antisemitisch. Wie bekannt, ist Gerhard Leo jüdischer Abstammung, er soll sogar Verwandte in Israel haben. … Leo wurde sofort von seiner Funktion im Fernsehfunk entbunden.“

Ja, ich kenne das Dokument natürlich.

Abgesehen von der antisemitischen Verschwörungstheorie, wird dezidiert auf die jüdische Abstammung Ihres Vaters verwiesen. Wie haben Sie darauf reagiert?

Davon wusste ich damals nichts. Mein Vater hat nicht über die Gründe gesprochen, warum er die Sendung plötzlich nicht mehr moderierte. Solche Konflikte wollte er wohl von mir fernhalten. Ich habe auch nicht nachgefragt. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich Zweifel an der DDR-Haltung zum Sechstagekrieg vorgebracht hätte.

Sie waren damals bei der Berliner Zeitung. Wurde über den Sechstagekrieg in der Redaktion diskutiert?

Kann ich mich nicht erinnern. Aber ich weiß, dass die gespannte Situation schon vor dem Beginn des Krieges in der Zeitung einer Rolle spielte. Als Ägypten im Mai 1967 den Golf von Akaba für israelische Schiffe sperrte, veröffentlichten wir eine Resolution, die diesen Schritt von Nasser rechtfertigte. Ich konnte das politisch nicht einschätzen damals, aber ich weiß noch, dass ich mich darüber gewundert habe, dass da lauter offenkundig jüdische Namen unter dieser Resolution standen. Verlässliche Genossen, die wichtige Funktionen innehatten – aber alles Juden. Erst später habe ich erfahren, dass nicht alle, die man gefragt hatte, unterschrieben.

Kann es sein, dass das ein Teil der Kampagne war? Jüdische Stimmen gegen Israel?

Klar. Ich hätte das damals nicht so ausdrücken können, aber das war eine Instrumentalisierung. Das hat mich ins Zweifeln gebracht. Der Sechstagekrieg selbst hat mich eher persönlich bedrückt, nachdem ich gerade meine israelischen Verwandten kennengelernt hatte, die seit ihrer Flucht zum ersten Mal wieder nach Deutschland gekommen waren. Sie hatten viel von dem Kibbuz erzählt, in dem sie lebten, und Bilder gezeigt. Das Gemeinschaftsleben dort gefiel mir sehr, da wollte ich gern hin. Aber nach diesem Krieg war daran natürlich nicht mehr zu denken. Ganz abgesehen davon, dass so eine Reise nach dem Mauerbau ohnehin nicht möglich gewesen wäre.

Annette Leo in ihrer Berliner Wohnung
Annette Leo in ihrer Berliner WohnungBerliner Zeitung/Paulus Ponizak

War die Empörung über den Sechstagekrieg auch ein Ventil für Judenhass?

Dass da auch eine gehörige Portion Antisemitismus in der Unterströmung vorhanden war, ist klar. Die Leute in der DDR waren keine anderen Leute als im Westen. Die Antisemiten der Nazizeit waren in den Sechziger- und Siebzigerjahren noch nicht alle in Rente. Die hatten sich in der DDR vielleicht sozialistisch gewendet, konnten aber ihre alten Vorurteile nun auf diese Weise ausleben.

Die DDR fand in den Achtzigern zu einer israelfreundlicheren Politik, das fällt zusammen mit Ihrer Beschäftigung mit Ihrer Familie.

Ja, da gab es eine vermehrte Wahrnehmung von Zeugnissen und Spuren des Judentums im eigenen Land. Bis dahin hatte sich eigentlich nur die evangelische Kirche mit der Aktion Sühnezeichen zum Beispiel für die Friedhöfe eingesetzt. Dieser Kurswechsel hatte zweifellos vor allem außenpolitische Gründe. Aber dadurch wurden auch eine Menge von Initiativen ermöglicht, die vorher nicht zum Zuge gekommen waren. Ich war 1988 auf einer Tagung der Humboldt-Universität, wo ehrenamtliche Chronisten aus einigen Kleinstädten auftraten, die jahrelang zur Geschichte der jüdischen Gemeinde ihrer Stadt gearbeitet hatten. Bisher hatte sich niemand darum gekümmert, die waren eher noch behindert worden. Und plötzlich bekamen sie Einladungen und konnten Vorträge halten. Das war nicht alles nur verordnet und interessengetrieben, sondern wurde gesellschaftlich getragen.

In derselben Zeit wurde einer Ihrer Söhne in der DDR-Schule von einem Mitschüler als „dummer Jude“ beschimpft.

Ich will das nicht überbewerten, aber ich war doch erschrocken. Da bin ich auch zu dessen Mutter, der Bäckersfrau aus unserer Straße, hingegangen.

Und dann sind Sie in die Schule gegangen und haben aus den Erinnerungen eines jüdischen Häftlings gelesen.

Das war das Tagebuch von David Rabinovitz, der in einem polnischen Ghetto gefangen war. Ein Junge im Alter dieses Mitschülers und meines Sohnes. Ich habe das mit der Klasse besprochen, aber habe auch gemerkt, dass ich die überfordert habe.

Der Bäckersohn hat vermutlich nicht verstanden, was er da sagt. Mich erinnert das an das bei der Documenta abgehängte Bild von Taring Padi. Da gibt es auch den Erklärungsversuch, dass das antisemitische Klischee einfach von den niederländischen und deutschen Kolonialisten übernommen und unreflektiert weitergegeben wurde ...

Die Künstler haben sich wohl auch ein bisschen blauäugiger gezeigt, als sie tatsächlich waren. Vermutlich war es ihnen nicht so wichtig, dass man dieses Bild auch antisemitisch lesen kann. Andererseits ist doch auch klar, dass die Künstler mit Wurzeln in der kolonisierten Welt einen ganz anderen Fokus auf die Geschichte haben. Vielleicht hat man das in der Debatte nicht ausreichend berücksichtigt. Und die Künstler haben offenbar nicht wahrhaben wollen, dass das hier in Deutschland andere Reaktionen auslöst als zum Beispiel in Indonesien. Natürlich musste man sich hier dazu verhalten. Die Entfernung des Bildes war die logische Konsequenz. Den Künstlern pauschal Antisemitismus zu unterstellen, geht mir aber zu weit. Mit Klischees wird auf allen Seiten gearbeitet, dabei treten Verletzungen auf. Der Knackpunkt der heutigen Debatte ist doch, dass Kritik an der israelischen Regierungspolitik häufig verwechselt wird mit der Ablehnung des Staates Israel als Ganzes, was natürlich antisemitisch wäre. Die Politik von Israels Regierung darf man blöd finden, das finden meine Verwandten in Israel übrigens auch, die wahrscheinlich nach der erneuten Wahl von Netanjahu noch weniger Hoffnung auf eine Lösung haben.

Kann es sein, dass Sie sich durch Ihre Erfahrungen in der DDR ein robusteres Fell zugelegt haben? Sind Sie deshalb etwas lockerer mit diesem Thema als jemand aus der BRD?

Ich glaube nicht, dass es etwas mit Ost-West zu tun hat, sondern einfach mit der Familie, aus der man kommt. Mit meinem jüdischen Familienhintergrund habe ich vielleicht weniger Angst vor dem Antisemitismusvorwurf. Ein 68er, der aus einer Nazifamilie stammt, wird da sicherlich ganz andere rote Linien haben, auch weil er sich von den Sprüchen seiner Eltern abgrenzen will. Also, ich kann das mit der Lockerheit durch die DDR-Erfahrungen nicht bestätigen, weil ich ja dann im Nachhinein doch erschrocken war über meine Unbedarftheit und diese Einäugigkeit. Da bin ich in den letzten dreißig Jahren schon viel sensibler geworden, was antisemitische Äußerungen oder Handlungen angeht.

Annette Leo 
Annette Leo Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

Was ist denn – außer der Haltung zum Existenzrecht Israels – Ihre rote Linie zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus?

Was mich an der Israel-Kritik manchmal irritiert und stört, ist der besondere Fokus gerade auf diesen Konflikt. Das ist mir verdächtig. Warum beschäftigen sie sich nicht in demselben Maß mit dem Sudan, Ägypten, Syrien, Irak, Iran oder unzähligen anderen Beispielen? Warum wird sich so überdurchschnittlich über Israel empört? Das zeugt doch davon, dass da ein unterschwelliger Antisemitismus hineinspielt. Und wenn jemand sagt, die israelische Armee geht mit den Palästinensern so um wie die Nazis mit den Juden, dann hat er sich deutlich als antisemitisch geoutet. Es passieren schlimme Dinge in den besetzten Gebieten, doch das ist etwas anderes als der Holocaust. Aber wenn jemand mit der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) sympathisiert, wäre der für mich nicht zwangsläufig hinter der roten Linie. Ich selbst möchte diese Boykottbewegung, wo es ja  vor allem um kulturelle Kontakte geht, gar nicht unterstützen, weil es die Falschen trifft – und  klar gibt es Antisemiten, die dort aktiv sind. Aber im Grunde genommen ist es doch ein friedlicher Protest gegen ein ungerechtes Besatzungsregime. Warum das jetzt so verteufelt wird ...

Sehen Sie nicht das „Kauft nicht beim Juden!“ dahinter?

Das spielt sicher eine Rolle in der Wahrnehmung und Kränkung durch diese Boykottbewegung. Aber es ist etwas anderes. Womit sollen die sich denn wehren? Wenn die Palästinenser mit Raketen und Molotow-Cocktails auf israelische Städte losgehen, finden wir das alle nicht gut. Den Versuch eines friedlichen Widerstands kann man damit nicht gleichsetzen. Mir ist das zu pauschal.

Der Bundestag hat im Jahr 2019 laut Beschluss festgestellt, dass die Argumentationsmuster und Methoden der BDS-Bewegung „antisemitisch“ seien. Das hat Folgen zum Beispiel bei Förderentscheidungen für Künstler, die mit dieser Bewegung sympathisieren. Finden Sie das falsch?

Ja, das finde ich falsch. Dass dieser Beschluss ein Fehler war, darauf weist zum Beispiel auch die Initiative „Weltoffenheit“ hin. Die haben sich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und werden dafür häufig angegriffen. Mutig, würde ich sagen. Deswegen habe ich ein bisschen gezögert, der Berliner Zeitung ein Interview zu geben. Ich habe eigentlich keine Lust darauf, in die Mühlen dieser oftmals eifernden Debatte zu geraten. Aber eigentlich ist es wichtig, dass man sich positioniert.

Es gibt immer weniger, die die Shoah überlebt haben. Verschiebt sich auch deshalb die Debatte?

Dass die Fixierung auf den Holocaust ein wenig aufgebrochen wird, begrüße ich. Die Erinnerungspolitik der Bundesrepublik, die wir 1990 im Wesentlichen übernommen haben, hatte viele gute Seiten. Ich konnte den Themen, die mich beschäftigten, überhaupt erst richtig nachgehen und darüber publizieren. Aber sie hatte auch ihre Einseitigkeiten, Empfindlichkeiten und Scheuklappen, die noch aus dem Kalten Krieg stammen. Man denke nur an den kommunistischen Widerstand, der lange Zeit keine Rolle spielte. Dass inzwischen in beiden Teilen Deutschlands mit Verspätung auch andere Opfergruppen Beachtung finden, die Homosexuellen, die Zeugen Jehovas oder Roma und Sinti, zeigt ja auch, dass sich die Erinnerungskulturen von Ost und West aufeinander zubewegt haben. Dass jetzt eine jüngere Generation den Holocaust in ein größeres Spektrum einordnet und auch die deutsche Schuld der kolonialen Versklavung mit in den Blick nimmt, finde ich nicht negativ. Dass sie dabei mal über das Ziel hinausschießt, liegt auch daran, dass Tabus nun einmal zur Verletzung einladen. Dann gibt es entsprechende Reaktionen. Erinnerung ist politisch und braucht den freien Dialog, Erinnerung braucht Demokratie.