„Wir werden Zeugen eines Verbrechens gegen die Menschheit“, ist der Text im Guardian überschrieben, den die Schriftstellerin Arundathi Roy über die Katastrophe geschrieben hat, die sich gerade in ihrem Land abspielt. Sie gilt als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen Indiens. 

Ihr Text ist ein Bericht aus der Hölle: Sie schreibt von fehlenden Krankenhausbetten, Ärzten und Pflegern am Rande des Zusammenbruchs. Es gebe Krankenhausabteilungen ohne Pfleger und mehr tote Patienten als lebende. Menschen sterben auf Krankenhausfluren, zu Hause, auf der Straße. Die Krematorien in Delhi hätten kein Brennholz mehr, auch wenn die Behörden eine Sondererlaubnis für das Fällen von Straßenbäumen erteilt haben. Leichen würden in Parks und auf Parkplätzen verbrannt. Der Schwarzmarkt für Sauerstoffzylinder boome. „Die Reichen atmeten leichter als die Armen“, schreibt Roy.

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