Berlin - Die postkoloniale Theorie und die auf ihr fußende „Wokeness“ oder „Cancel Culture“ kranken an mangelndem Geschichtsbewusstsein und unscharfer Begrifflichkeit, denn das Ergebnis der Verbalradikalität, die empirische Forschung durch Aktionismus ersetzt, steht von vornherein fest: An allen Übeln sind weiße Männer schuld.

Dabei hätten historische Tatsachen die Kolonialismuskritiker eines Besseren belehren können: Dem transatlantischen Sklavenhandel ging der arabische voraus, von den Golfstaaten bis Mauretanien offen oder verdeckt noch heute praktiziert, und unter osmanischer Herrschaft wurden Europäerinnen und Europäer von Piraten entführt oder von Banditen verschleppt, um als Sexsklavinnen oder Kriegsknechte zu dienen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.