Wer hungert, hat Macht. Man hat es in diesen Wochen am Beispiel Alexej Nawalnys gesehen, kann es erfahren durch ein magersüchtiges Kind, meist ein Mädchen. Beide hungern willentlich, nur wird der eine Kämpfer genannt, die andere Patientin. Die Gendercodierung macht selbst vor den Hungernden nicht halt.

„Der Hunger ist ein Ungeheuer“, schreibt Herta Müller in ihrem Roman „Atemschaukel“. Und auch wenn sie das über den erzwungenen Hunger der in einem Arbeitslager Gefangenen schreibt, die nicht genug zu essen bekommen: Sie hat recht. Und ungeheuer ist auch seine Kraft.

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