Berlin - Was ist bloß mit den Deutschen los? So oder ähnlich fragten sich vor gut 15 Jahren ausländische Zeitungskorrespondenten angesichts eines schwarz-rot-goldenen Fahnenmeeres, das erstaunlicherweise niemanden erschreckte. Ein neuer deutscher Patriotismus war plötzlich sichtbar geworden, aber er zeigte sein freundliches Gesicht, obwohl man ihm angesichts der stofflichen Umhüllung von Autospiegeln nicht gerade Geschmack und Stilsicherheit attestieren mochte. Aber das steigerte den Eindruck der Harmlosigkeit nur.

Chauvinistische Gefühle jedenfalls waren kaum zu erkennen. Als Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2006 erfreuten sich die Deutschen daran, Menschen aus aller Welt empfangen zu dürfen. Fußball als erster Ausdruck einer Willkommenskultur – darauf hätte man erst einmal kommen müssen.

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