Berlin - Wer in jüngster Zeit bemüht war, in den gesellschaftspolitischen Debatten den Überblick zu behalten, bedurfte vor allem einer gefestigten Konstitution und der Schwindelfreiheit. Wie sonst sollte man nachvollziehen, dass im Bemühen um einen sensiblen Umgang mit Sprache zu Recht die problematische Verwendung des N- und des  Z-Worts kritisiert wird, dabei jedoch semantische Kollateralschäden mutwillig in Kauf genommen werden. Der Kampf gegen diskriminierende Ausdrucksweisen erstreckt sich längst auch auf Wörter, die verdächtig klingen, aber völlig anderen Herkunftsgeschichten und historischen Kontexten entstammen. Was die Zukunft einer bewussten und kundigen Verwendung von Sprache betrifft, muss man im Zusammenhang mit einer apodiktisch verfolgten Achtsamkeit eher schwarzsehen.

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