Berlin - Man muss das einmal weiterdenken: Wenn heute weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland in der Lage ist, in Texten Fakten von Meinungen zu unterscheiden, was bedeutet das für ihr erwachsenes Leben? Wie treffen sie Entscheidungen für oder gegen Produkte, wie verhalten sie sich in Gesundheitsfragen, welcher Politik vertrauen sie? Zufällig während der Woche der Meinungsfreiheit wurde die Sonderauswertung der Pisa-Studie mit dem Titel „Lesen im 21. Jahrhundert: Lese- und Schreibkompetenzen in einer digitalen Welt“ vorgestellt. Hatten wir uns hierzulande beim Beginn der Pisa-Untersuchungen noch überlegt, wie schade es ist, dass mangelnde Lesefertigkeiten später schlecht für Zeitungs- und Buchmarkt seien, stellt sich heute dringend die Frage der politischen Folgen. Mündige Bürger sind Menschen, die in der Lage sind, sich auf Grundlage von Informieren eine Meinung zu bilden.

Kraftlose Forderung an die Schulen

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