Von Femizid spricht man, wenn Frauen oder Mädchen getötet werden, einfach weil sie weiblichen Geschlechts sind. Der Mörder oder Totschläger kann der Partner sein, mit Femizid ist aber auch das gezielte Töten von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten gemeint oder im Rahmen von Bandenkriegen. Seinen Ursprung hat der Begriff in einem Artikel aus dem Jahr 1990, verfasst von Diana Russell und Jane Caputi. Die beiden Autorinnen beschrieben Femizid als das extreme Ende eines Kontinuums von Gewalt gegen Frauen, egal ob es sich dabei um körperliche oder verbale Gewalt handele. „Wann immer diese Formen von Terrorismus in einem Tod münden, werden sie Femizide.“ Auf den Fall der sechsfachen Mutter, die am vergangenen Freitag von ihrem Ex-Partner in Berlin-Pankow auf der Straße erstochen worden ist, trifft dieser Begriff wohl zu.

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