In seinem berühmten Buch „Mythen des Alltags“ aus dem Jahr 1957 erläutert der französische Schriftsteller und Semiologe Roland Barthes die Funktionsweise des Mythos am Beispiel eines Titelbildes der Illustrierten Paris Match. Es zeigte einen jungen, schwarzen Soldaten in Uniform, der vor der französischen Fahne salutierte. Barthes unterscheidet das auf dem Bild Gezeigte sogleich von der in der Szene mitschwingenden Bedeutung: „dass Frankreich ein großes Imperium ist, dass seine Söhne, ungeachtet der Hautfarbe, treu unter seiner Fahne dienen und dass es keine bessere Antwort auf die Gegner eines angeblichen Kolonialismus gibt als den Eifer, mit dem dieser Schwarze seinen angeblichen Unterdrückern dient“.

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