Berlin - Beim Hinaustreten in die äußere Wirklichkeit, die wir zuletzt – gezwungenermaßen, aber nicht nur – eher selten behelligt haben, trafen mich sofort die Sonnenstrahlen des vorösterlichen Frühlingstages. Zu hell, zu warm. Wie lange waren wir denn weggewesen?

Auch die Lager der Obdachlosen, die sich den Winter über unter einem Betonvorsprung an der S-Bahn niedergelassen hatten, erschienen nun in einem anderen Licht. Sie waren aufgeräumter als an den Frosttagen, an denen Nachbarn und Passanten ständig neue Habseligkeiten beisteuerten: Bücher, Teelichter, Decken, sogar Matratzen. Immer wieder sah man die beiden jungen, sich in gehörigem Abstand zueinander Bettenden umringt von Menschen, die nach dem Rechten sahen und sich das Schicksal der Unbehausten erklären ließen. Über Facebook waren weitere Details zu erfahren. Ich hatte dergleichen schon einmal in Paris gesehen, wo sich unweit des Place de la République eine junge Familie im Schutz eines Eingangs niedergelassen hatte, von der es hieß, sie sei in die Nachbarschaft integriert – so gut es eben geht.

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