Berlin - Dem amerikanischen Ethnologen Clifford Geertz (1926–2006) verdanken wir eine plastische Beschreibung des Hahnenkampfes auf Bali, den er als eine Simulation der Matrix der balinesischen Gesellschaft betrachtete. Zusammen mit seiner Frau hatte er Feldforschungen betrieben und den Hahnenkampf zunächst lediglich als Volksspektakel am Rande wahrgenommen. Eines Tages aber gerieten sie, die fremden Beobachter, bei den verbotenen Tierkämpfen in eine Razzia.

Intuitiv vom Fluchtinstinkt gepackt, entgingen die Forscher mit viel Glück den ansonsten unerlässlichen Vernehmungen durch die örtliche Polizei. Schon am nächsten Tag aber stellte sich heraus, dass ihr Entkommen niemandem entgangen war. Waren er und seine Frau von den Einheimischen zuvor weitgehend ignoriert worden, so schienen sich ihnen nun ganz neue Zugänge zur Gemeinschaft zu eröffnen. Ganz genau im Blick hatte man sie ohnehin die ganze Zeit über gehabt.

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