In einem luziden Essay hat unlängst der Berliner Schriftsteller Friedrich Dieckmann den Versuch unternommen, dem umstrittenen Kuppelkreuz samt Spruchband historische Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Zum einen verwies er darauf, dass die Wiedererrichtung des Hohenzollernschlosses in der Mitte Berlins keineswegs nur als Siegerpose des Westens gegen den Osten zu verstehen war, sondern sehr wohl auch aus stadtplanerischen Überlegungen der frühen DDR-Geschichte hervorging. Der pragmatisch veranlagte Bertolt Brecht habe das Befremden über die manieristisch-neobarocke Erscheinung des Theaters am Schiffbauerdamm kurzerhand mit der Bemerkung abgetan, Löcher seien nicht besser.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.