Sieben Palmen stehen im Garten des Hauses, das sich Thomas Mann in seinem Exil im südkalifornischen Pacific Palisades bauen ließ. Es könnten bald weniger werden. Denn die Washingtonia filifera, wie Biologen die in Südkalifornien hauptsächlich verbreitete Palmenart klassifizieren, ist akut bedroht von einem Schädling, dem Rhynchophorus palmarum, und der Pilzart Fusarium. Palmen sind ein südkalifornischer Identitätsanker, doch wollen Stadtplaner die für diese sonnenreiche und immer heißer werdende Weltgegend ungeeignete Spezies gar nicht retten, da sie zu viel Wasser benötigt und als Schattenspender komplett ausfällt. Sollten Baumsterben und ökologische Vernunft zusammenwirken, würde das Symbol von Los Angeles fallen, die bis zu 30 Meter hohen, schlanken Bäume, deren Palmwedel bei leichter Brise tänzeln und sich bei heftigeren Winden tief verbeugen.

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