Die Plünderung und Zerstörung der Hauptstadt und des Palastes der Könige von Benin 1897 durch britische Kolonialtruppen war nur eine der vielen Untaten des europäischen Kolonialismus, ausgelöst durch Ignoranz, Machtwillen, Gier. Geraubt wurden vor allem die damals auch in Europa schon berühmten geschnitzten Elfenbeinarbeiten – aus diesem Material bestanden etwa die wenigen erlesenen Objekte, die als Geschenke für Königin Viktoria zurückgelegt wurden. Aber wenigstens die Offiziere und Organisatoren dieses „Strafzugs“ erkannten dank ihrer besseren Bildung schnell auch die atemberaubenden Kunstwerke im Palast als kulturellen Wert, die seit dem 16. Jahrhundert aus Messing- und Bronzelegierungen gegossen worden waren. Sonst hätten sie diese einfach eingeschmolzen. Stattdessen wurden zwischen 3000 und 5000 Kunstwerke aus Benin-Stadt gesichert, verpackt und nach London gesandt, um dort auf Kunstauktionen vermarktet zu werden.

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