Ein Nationaler Lesepakt soll es nun richten. In diesen Zeiten der Taskforces, Kompetenzzentren und nationalen Strategien hat man nun auch erkannt, dass es sich bei der deutschen Leseschwäche nicht um eine Privatangelegenheit handelt. In der vergangenen Woche riefen die Stiftung Lesen und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Pakt gemeinsam aus, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Spricht etwas dagegen? Es ist doch eine gute Sache ...

Das Problem bedarf dringend einer Lösung. Während andere Länder Fortschritte machen, hält sich in Deutschland seit Jahren die Durchschnittlichkeit in puncto Lesekompetenz. Knapp ein Fünftel der Neun- und Zehnjährigen verfügt nicht über den Mindeststandard an Lesefertigkeiten. Rund ein Fünftel der 15-Jährigen ist kaum in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen und zu reflektieren. Die Zahlen beruhen auf IGLU- und Pisa-Studienergebnissen von 2017 und 2018. Dass die Situation nach diesem Jahr mit pandemiebedingtem Wechselunterricht, Homeschooling und verlängerten Ferien nicht besser aussehen dürfte, folgt den Gesetzen der Logik.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.