Vergangene Woche habe ich eine bezaubernde Grußkarte von einer älteren Leserin und ihrem Mann erhalten. Sie schätzten meine Texte sehr, nur komplett lesen könnten sie sie nicht, denn die Grausamkeiten gegenüber Tieren seien oft „schon beim Lesen unerträglich“. Wir telefonierten kurz, und das Gespräch wärmte, so hoffe ich, beiden Seiten das Herz.

Die Scheu, von Grausamkeiten zu lesen, kann ich gut verstehen, zumal ja diejenigen, die sensibel gegenüber dem Unrecht an den Tieren sind, ohnehin mehr als genug darüber wissen. Und ich habe den Eindruck, in den letzten Wochen bekamen aufgrund mehrerer regelrechter Katastrophen auch weniger tieraffine Menschen viel von diesem Unrecht mit. Erinnern Sie sich an den Skandal in Nordrhein-Westfalen, bei dem aufgedeckt wurde, dass ein „deutscher Familienbetrieb“ Rinder und Schafe betäubungslos dahinmetzelte, während sie zum Beispiel an einer Fußkette baumelten?

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