Berlin - Sie war 34 Jahre alt und Mutter zweier Kinder, nun ist sie tot. Eine in Berlin lebende Afghanin, als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Zwei jüngere Brüder, 22 und 25, stehen im Verdacht, ihre Schwester getötet zu haben, womöglich, weil sie geschieden war, kein Kopftuch trug, sich schminkte. Polizei wie Generalstaatsanwaltschaft sprechen von einem möglichen Ehrenmord. Um diesen Begriff ist nun eine Debatte entbrannt.

„In Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist kein Ehrenmord, das ist Femizid“, sagte Senatorin für Integration Elke Breitenbach dem Tagesspiegel. Es gehe nicht um die Herkunft und die Nationalität der Täter, es geht um die Frage des Geschlechts. Als Femizid bezeichnet man die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts. Die SPD-Bürgermeisterkandidatin Franziska Giffey dagegen twitterte: „Mich erschüttert der grausame Mord an der jungen Frau und Mutter Maryam zutiefst. Ihr wurde aus verletztem Ehrgefühl das Leben genommen, weil sie so lebte, wie sie es wollte. Es muss klar benannt werden, dass das nichts anderes ist als ein schrecklicher #Ehrenmord.“

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