Berlin - Zur Zeit der Jahrtausendwende kam es in Frankfurt am Main zu einer ungewöhnlichen, aber nicht unmöglichen Begegnung. Bei dem Abendessen in der mondänen Villa des damaligen Aufbau-Verlegers Bernd F. Lunkewitz trafen Gäste aus der Frankfurter Kultur und Gesellschaft aufeinander, darunter der Architekt Albert Speer und der jüdische Historiker Arno Lustiger, der Bücher über den in der Geschichtswissenschaft weitgehend vernachlässigten jüdischen Widerstand zwischen 1933 und 1945 geschrieben hatte. Schon nach wenigen Sekunden sah man die beiden Tischnachbarn in ein intensives Gespräch vertieft. Als junger Mann sei er, Arno Lustiger, in einem Lager für Zwangsarbeiter eingepfercht gewesen, das Albert Speer sen., der Vater und Hitlers Baumeister sowie Reichsminister für Kriegswirtschaft, errichtet hatte.

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