Der Heidelberger Klappstuhl-Krach sorgte für Empörung im ganzen Land. Überregionale Zeitungen und Fernsehsender melden sich bei den Anwohnern der Pfaffengasse in der Altstadt, die vom Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) verjagt worden waren, als sie vor ihrem Haus bei einem Glas Wein zusammensaßen. Eine Onlinepetition forderte: „Der älteste Heidelberger soll weiter vor seinem Haus sitzen dürfen!!!“

Und so kommt es nun auch. Der 104-jährige Kurt Baust darf seinen Klappstuhl-Platz wieder einnehmen. Und die anderen wohl auch. Der Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson (Grüne) erklärt auf Nachfrage der lokalen Rhein-Neckar-Zeitung, er habe den Kommunalen Ordnungsdienst gebeten, nur noch einzuschreiten, wenn Gefahr in Verzug vorliege – unter anderem bei blockierten Rettungswegen. Bausts Klappstuhl ist nur halb so breit wie die parkenden Autos in der Pfaffengasse und dürfte nun nicht mehr beanstandet werden.

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