Berlin - Es löste seit jeher gemischte Gefühle bei mir aus, wenn der treibende, orientalisch gefärbte Beat des Rolling-Stones-Hits „Paint It Black“ aus dem Jahr 1966 erklang. Die Trauer über den Verlust einer Geliebten schien alles tiefschwarz zu färben, sogar die Sonne. Sonderbar an dem Text von Mick Jagger aber war weniger die Beschreibung einer Depression, sondern vielmehr der rebellische Gestus, in dem es vorgetragen wurde. Der Stimmung, in der sich alles verdüstert, scheint das lyrische Ich sogleich eine aggressive Aktivität entgegensetzen zu wollen. Im Stück heißt es „I see a red door and I want it painted black“. Es spielt sich in der Vorstellung ab, aber unmissverständlich hat der Titel Aufforderungscharakter: „Mach es schwarz“.

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