Nach dem turbulenten ersten Tag der Mitgliederversammlung des deutschen PEN-Zentrums in Gotha versuchten die Schriftsteller und Publizisten die Scherben zusammenzukehren und den Fortbestand der Vereinigung zu sichern. Nach dem Rücktritt Deniz Yücels als Präsident waren die Teilnehmer am Freitagabend sichtlich nervös auseinandergegangen. Ein „außerordentlicher Notstandsvorstand“ wurde am Sonnabendmittag bestimmt, nachdem zuvor in Einzelerklärungen das gesamte bisherige Präsidium zurückgetreten war. Josef Haslinger, der als Interims-Präsident gewählt wurde, hatte das Amt schon einmal inne. In seiner Erklärung sprach er auch darüber, dass er zu den Unterzeichnern des Briefes gehört hatte, der den Rücktritt von Deniz Yücel gefordert hatte. Schon wenige Stunden später sei ihm klar gewesen, etwas Falsches getan zu haben. Gerade dieser Auftritt, mit dem er bereit war, sich selbst zu korrigieren, brachte ihm viel Zuspruch in der Diskussion. Die Mehrheit für ihn war überwältigend deutlich mit 133 Ja-Stimmen gegenüber neun Ablehnungen und drei Enthaltungen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.