Berlin - Politik besteht aus Taten und aus den Reden über die Taten. Wer herrscht, muss auch über die Bilder herrschen. Wichtiger als jede Tat ist der Eindruck, den sie erweckt – was unlängst mit der Stürmung des Kapitols in Washington erneut unter Beweis gestellt wurde.

Wenn dabei die Architektur ins Spiel kommt, dann nicht allein als profane Baulichkeit. Vielmehr schafft sie Bilder, die bleiben. Sie scheint eine einfache und haptische Antwort auf die Komplexität der globalisierten Welt zu bieten. Zumindest wird sie instrumentalisiert: Bei allen städtebaulich relevanten Projekten führen heutzutage Investoren die Bildregie, und zwar in einem wie auch immer gearteten Verbund mit der Politik. Sie setzen auf eine Form der Markenbildung (Branding), für die der gesellschaftliche wie auch der stadträumliche Kontext zweitrangig ist. Und sie benötigen (Star-)Architekten dafür, um eben dieses Defizit auszugleichen.

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