Als Frank-Walter Steinmeier als Bundesaußenminister 2006 zu einer mehrtägigen Regierungsreise nach Estland, Lettland und Litauen aufbrach, wich er von der Gewohnheit ab, die einschlägig bekannten Journalisten aus den Hauptstadtbüros der Zeitungen und Rundfunkredaktionen einzuladen. Die kleinen Länder des Baltikums standen nicht im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit, eher ging es damals um Wirtschaftsbeziehungen und kulturellen Austausch. In Nidden auf der Kurischen Nehrung in Litauen eröffnete Steinmeier am dortigen Thomas-Mann-Haus ein Literaturfestival und an der Gedenkstätte in Ponary, einem kleinen Ort in der Nähe von Vilnius, in dessen Wäldern zwischen 1941 und 1944 über 70.000 Juden von den Nazis ermordet worden waren, legte er einen Kranz nieder.

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