Es war eine starke Geste der Geschlossenheit. Mit einer gemeinsamen Erklärung aus Kultur und Gesellschaft haben sich in der vergangenen Woche rund 350 Schriftsteller und Intellektuelle gegen das Vorgehen Russlands im Ukraine-Konflikt positioniert. „Es kann nicht schweigend hingenommen werden, dass über achtzig Jahre nach dem Münchner Abkommen in Europa wieder unverhohlen mit einem Einmarsch in fremdes, souveränes Territorium gedroht wird“, heißt es in dem am Freitag vom Literaturfestival Berlin verbreiteten Text. Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gehören unter anderen die Literaturnobelpreisträgerinnen Herta Müller und Sweltlana Alexijewitsch sowie der nigerianische Kollege Wole Soyinka, außerdem Wolf Biermann, Ai Weiwei, Durs Grünbein und der frühere Innenminister und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Eine breite Allianz, die Erinnerungen an die einstige Bedeutung des sozialen Typus des politisch eingreifenden Intellektuellen wachruft.

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