Berlin - Als vor knapp zwei Jahren posthum der vierte Band von „Sexualität und Wahrheit“ des 1984 gestorbenen französischen Philosophen Michel Foucault unter dem Titel „Die Geständnisse des Fleisches“ erschien, geizten die Kritiker nicht mit Begeisterungsbekundungen. Auch die Sexualität hat ihre Geschichte, hieß es in der Neuen Zürcher Zeitung, „und keiner hat sie besser geschrieben als Michel Foucault. Endlich ist sein Werk vollständig zugänglich“. Und die Tageszeitung Die Welt fabulierte: „Wie vielleicht nur Montaigne oder Pascal vor ihm, ist Foucault ein Lebenslehrer, womöglich der herausragende Lebenslehrer des 20. und des 21. Jahrhunderts.“ Für die Süddeutsche Zeitung war die Wiederbegegnung mit dem Autor ein besonderes Déjà-vu. „Eine ganze Generation liegt zwischen dem Tod Foucaults und unserer Gegenwart. ... (Hier) kehrt er zurück, als habe er den Raum nur für ein paar Minuten verlassen ...“

Auf Gräbern vergewaltigt

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