Disneyland - Hiho, Frauen und Männer hätten schon seit einiger Zeit wissen können, dass Märchen nicht gut für Kinder sind, zumindest mit Blick auf moralische Standards und zeitgemäße Umgangsformen. Zwar ist in „Hänsel und Gretel“ die Geschwisterbeziehung egalitär angelegt. Die beiden in Gefahr geratenen Kinder wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können. Im großen Finale allerdings, in dem die beiden eine dem Kannibalismus frönende Hexe – nun ja: ausschalten, wird eine problematische Form von Selbstjustiz betrieben, die man hinsichtlich der Neuausgaben noch einmal überdenken sollte.

Ganz ähnlich steht es um „Rotkäppchen“, in dem nicht nur die kindliche Naivität und Lernfähigkeit auf die Probe gestellt, sondern am Ende tierethische Prinzipien in drastischer Form verletzt werden. So froh man sich freuen mag über Rotkäppchens Überleben: Tierquälerei mit Wackersteinen geht gar nicht.

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