Milde Nachsicht hinsichtlich seiner antisemitischen Äußerungen hatte Theodor Fontane nicht einmal seitens der eigenen Familie zu erwarten. „Papa ist etwas unsicherer Stimmung“, schrieb einmal seine Tochter Martha, „u. schimpft mehr wie schön ist auf die Juden.“ Deswegen zur Rede gestellt, erklärte Fontane, es sei „eine Alterserscheinung“, wenn man „so fanatisch“ werde. Aber kann Selbsterkenntnis in diesem Fall bereits als Entlastung gewertet werden?

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