Berlin - Natürlich, es nervt. Da unterhält man sich angeregt in einer Runde, sagt aus Versehen „Künstler“ oder „Schauspieler“ und wird korrigiert: *innen. Das Gegenüber, meist jünger als man selbst, wirkt ein wenig verbissen, rechthaberisch. War man nicht selber als junger Mensch, zumindest in der nostalgisch gefärbten Rückschau, eher lässig regel-ignorant als regelkonform?

In den vergangenen Monaten wurde die junge, „woke“ Generation von links bis rechts massiv kritisiert. Es stellt sich derzeit eine gewisse Behaglichkeit ein beim Kritisieren der „PC-Kultur“, heute wird eher von „Identitätspolitik“ gesprochen. Man bekommt sofort Beifall, wenn man auf diesen Zug aufspringt. Gefällt dieser Beifall uns jetzt schon zu gut?

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