Der Schneesturm heult, Schüsse fallen: Ein deutscher Raketenforscher (Götz George) wird vom BND aus einem sibirischen Lager befreit und nach Augsburg geholt: Er soll hier die Weltraumprojekte vorantreiben. Hoch hinaus will derweil die Enkelin des Konstrukteurs in Rostock: Lotte (Anna Maria Mühe) ist begeisterte Fallschirmspringerin und will Kosmonautin werden. Auch Lotte wird vom Geheimdienst ins Visier genommen: Sie soll die Stasi zum abtrünnigen Großvater führen.

Der ZDF-Zweiteiler will in vier Stunden einen weiten Bogen spannen. Die Autoren Monika Peetz und Christian Jeltsch wollten den Kalten Krieg und das Wettrüsten zu einem 60er-Jahre-Panorama zu verdichten. Bei ihrem Vorgängerprojekt war ihnen solch ein Vorhaben tatsächlich gelungen. Der Dreiteiler „Die Rebellin“ erzählte von der Karriere einer technikbegeisterten Frau im bundesdeutschen Wirtschaftswunderland der 50er. Bei „Deckname Luna“ führt das Vorhaben dazu, dass viele Figuren wirken, als kämen sie direkt aus einer Doku von Guido Knopp. In den Rostocker Szenen gibt es stets politische Diskussionen, sogar nachts am Ostseestrand. Lottes Mutter (Kirsten Block) ist stramme Genossin, Lotte dagegen die himmelsstürmende Idealistin, die Juri Gagarin nacheifern will, um die ganze Welt zu sehen. Nach dem Mauerbau wird die erklärte Sozialistin schnurstracks zur Regimegegnerin: Lotte klebt Flugblätter gegen Ulbricht, wird verraten und verhaftet. Nun sieht der smarte Stasi-Offizier (Heino Ferch) seine Chance, über Lotte an Informationen ihres Raketenopas heranzukommen. Lotte flieht übers Meer in den Westen, doch der Stasi-Mann ist schon da. Mit der Inhaftierung des Bruder kann er sie unter Druck setzen.

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