Foto aus dem Film „Schafswolf“ (1983).
Foto: DEFA-Stiftung/Werner Baensch

Berlin - Ende der 1970er-Jahre erhält das Defa-Studio für Trickfilme einen Großauftrag vom Adlershofer Fernsehen. Gewünscht sind dreißig Folgen einer Zeichentrickserie, die unter dem Titel „Röschens Abenteuer“ zum 30. Jahrestag der DDR ausgestrahlt werden soll. Die Idee stammt von Helmut Lange, einem hochrangigen Mitarbeiter des Fernsehens, verheiratet mit Inge Lange, Kandidatin des SED-Politbüros, die vermutlich selbst die Feder führt.

„Röschens Abenteuer“ handelt von einem Mädchen aus dem All. Von einer Raumschiffbesatzung aufgelesen, landet es ausgerechnet in der DDR, besucht einen Vergnügungspark und ein Warenhaus, eine Entbindungsstation, eine Armeeeinheit und ein Feierabendheim. In der letzten Folge, ausgestrahlt am Jahrestag, erlebt es die Parade in Ost-Berlin. Die Serie endet mit einem Feuerwerk. Konflikte gibt es keine, Spannung auch nicht, alles ist bunt und nett und reichlich spießig.

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