Berlin - In tiefen Strukturkrisen mit schwerer Arbeitslosigkeit gab es immer wieder Experimente mit eigenen lokalen „Währungen“, um den regionalen Wirtschaftskreislauf zu unterstützen. Das „Freigeld“ in Wörgl in Tirol während der Weltwirtschaftskrise 1930 ist so ein Beispiel. Der Schweizer Sozialreformer Silvio Gesell hat darum eine ganze Geldtheorie entwickelt. Halb ironisch, halb real knüpfte daran in einer Kunstaktion eine Parallelwährung an, die in den 1990er-Jahren am Prenzlauer Berg von der dortigen linken und anarchischen Künstlerszene etabliert wurde. „Der Knochen“, er wurde gegen D-Mark ausgegeben, verlor aber wöchentlich an Wert – das sollte das Horten der Geldscheine unattraktiv machen und damit den Geldumlauf intensivieren.

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