Der „Spätkapitalismus“ hat sich nicht so entwickelt, wie es die Krisentheorien der Sechziger- und Siebzigerjahre prophezeit haben. Statt des Zusammenbruchs fand eine enorme Expansion statt, die allerdings von einer fast vier Jahrzehnte langen Abfolge von Inflation, Staats- und Privatverschuldung begleitet wurde. Die Krise wurde immer wieder vertagt, die „gekaufte Zeit“ teuer bezahlt. Dies war die Ausgangsthese von Wolfgang Streecks Adorno-Vorlesungen in Frankfurt am Main 2012. Publiziert unter dem Titel „Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“ ist das Anfang der Woche erschienene Buch nun für den Leipziger Buchpreis nominiert.

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