Mit Donald Trump haben die Vereinigten Staaten am Ende noch Glück gehabt. Das Scheitern seines Anschlags auf die Demokratie, der vor vier Jahren begonnen und am Dreikönigstag nur seinen Höhepunkt erlebt hat, lag daran, dass er zwar eine bösartige Schläue, aber keine strategische Klugheit besitzt. Er hat im Grunde alles vermasselt, was ein kühlerer Autokrat geschafft hätte. Zum Glück war ein solcher nicht zur Stelle.

Zu Trumps Anschlag auf Demokratie ist fast alles gesagt, außer dass man ihn hätte verhindern können, wenn dem lange angekündigten Mob nur ein Bruchteil der Aufmerksamkeit gewidmet worden wäre, die schwarze Aktivisten oder Antifaschisten aller Couleur bekommen, bevor, wenn und nachdem sie sich versammelt haben. Und dass es immer noch Kollaborateure der Republikanischen Partei gegeben hat und gibt, die sich selbst nach dem Sturm aufs Kapitol nicht klar gegen ihren Präsidenten, einen politischen Verbrecher und Landesverräter, gestellt haben. Ein Twitter-Account abstellen reicht nicht: Impeach & convict, right now, lautet die Tagesparole in Washington D.C.

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