Schwedt - Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege hat das Gebäude der Uckermärkischen Bühnen Schwedt zum Denkmal der Ostmoderne erklärt. Diese Entscheidung bereitet Stadt und Theater große Probleme, denn eigentlich sollte das 1978 eröffnete Haus umfangreich energetisch saniert und im Inneren zudem modernisiert werden. Alles Vorhandene steht nunmehr unter Bestandsschutz, dazu muss zunächst eine Denkmal-Grunddokumentation erstellt werden. Fördermittelgeber sprangen ab, so dass die Baupläne zunächst auf Eis gelegt werden mussten.

Die heutigen Uckermärkischen Bühnen waren als Kulturhaus des wachsenden Industriestandortes Schwedt in den 1970er Jahren gebaut worden - an die Stelle des wenige Jahre zuvor abgerissenen Markgrafen-Schlosses. Es entstand nicht nur ein funktionaler Bau mit mehreren Sälen und großem Foyer - das Haus wurde auch mit zahlreichen DDR-Kunstwerken ausgestattet.

Laut Denkmalbehörde spiegelt das Gebäude wichtige Etappen der DDR-Kulturpolitik wider und zeugt von der herausgehobenen Stellung der Stadt im Wirtschaftsleben der DDR. Trotz baulicher Veränderungen im Laufe der Jahre seien zahlreiche Bau- und Ausstattungselemente erhalten und würden die Ostmoderne dokumentieren, hieß es weiter in der Begründung für den Denkmalschutz.