Berlin - Früher war die Sohle das, was die Mode über den Schmutz der Straße erhob: je höher der Absatz, umso höher der Status. In Venedig stellten die feinen Damen im 16. Jahrhundert mit hohen Absätzen zur Schau: Ich muss nicht zu Fuß gehen. Noch in den 90ern, in der Zeit von „Sex and the City“, standen Highheels für Weiblichkeit und Glamour. Heute läuft die Pariser  Jeunesse auf Sohlen, die schlapp-schlapp machen, oder auf französisch: clack-clack.

Die Schlappe. Ein Schuh der seinen eigenen Namen sagen kann,  ein modisches Vergehen in Tateinheit  mit weißen Socken – Parbleu! Die Fußtracht, die bisher vor allem auf Grillpartys im Schrebergarten und am All-you-can-eat-Buffet billiger Ferienressorts  gesehen wurde, breitet sich in der Hauptstadt der Mode aus; die Zeitung Libération hyperventiliert von einer „Bekleidungs-Anomalie“, die der modisch fein geschliffene Franzose früher nur von deutschen Touristen kannte und nun wie eine Krankheit um sich greift: „Visuell ist es ekelhaft, aber es ist in Mode.“ Was also ist da passiert? 

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