Ballett auf der Bühne.
Foto: dpa

Berlin - Der Bericht der Clearingstelle über die Zustände an der Staatlichen Ballettschule sorgt für Aufsehen. In fast allen Medien liest er sich am Freitag wie ein Report über die Züchtigungsmaßnahmen in einer romanreifen Erziehungsanstalt, komplett mit gefühlskalten Lehrern und verängstigten Schülern. Die Clearingstelle, bestehend aus zwei Kinderschützern, wurde von der Bildungssenatorin ins Leben gerufen. Deren Nachrichten klingen barbarisch: Fiebernde Kinder würden aus dem Bett geholt, weil Lehrer auf deren Auftritt beharrten. Verletzungen spielten keine Rolle, medizinische Untersuchungen würden untersagt. Alle Arten von sexuellen Übergriffe bis auf Vergewaltigungen seien vorgekommen. Anschreien sei der normale Umgangston. Nach sechs Monaten hätten die Kinder ihre Fröhlichkeit verloren. Niemand an der Schule wage sich zu beschweren – kein Lehrer, kein Erzieher, kein Schüler. Bei den Schülern grassiere vor allem die Angst, nicht besetzt zu werden, gar die Schule verlassen zu müssen. Eine einzige Schule des Schreckens.

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