BerlinAls ein Zeichen, „die Kultur nicht im Stich zu lassen“ war es gedacht, dass der Bundespräsident den im Schloss Bellevue ursprünglich für April geplanten Abend für Paul Celan nicht ein zweites Mal verschieben oder absagen ließ. Am Montagabend konnte, wer zum Streaming eingeladen war, verfolgen, wie Frank-Walter Steinmeier erst eine kleine Rede auf die Kultur hielt, bevor er zu dem Dichter kam, der am 23. November vor 100 Jahren geboren wurde und am 20. April vor fünfzig Jahren starb.

Kultur braucht einen festen Platz in unserem Leben“, sagte der Bundespräsident, „gerade jetzt, denn sie macht Mut zur Veränderung, überwindet das triste Heute, deutet an, was möglich ist.“ Viele Künste strahlten dann via Internet in die Wohnungen, wo das Publikum vereinzelt saß. Musik von Mieczyslaw Weinberg und Béla Bártok erklang von  Cello, Klavier und Violine, auch Jazz im Stil der Pariser 50er-Jahre. Schauspieler lasen Gedichte sowie Briefe an und von Celan. Filmausschnitte waren kurz zu sehen und auch die Bildende Kunst kam vor, in Zeichnungen von Gisèle Celan-Lestrange. Der Sohn der beiden, Eric Celan, schickte einen Gruß aus Paris.

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