Als im vergangenen Monat in den USA die wichtigsten Fernsehpreise, die Primetime-Emmys, vergeben wurden, da vermisste man gerade im humoristischen Fach einige besonders verdienstvolle TV-Schaffende. Die Mitglieder der dortigen Fernsehakademie standen halt vor der schwierigen Aufgabe, eine Auswahl treffen zu müssen. Auch in Deutschland sehen sich die Jurys von Fernsehpreisen mit Problemen konfrontiert, allerdings völlig anderer Art: Wie bekommt man eine ausreichende Zahl an Nominierungen zusammen?

Insofern muss man RTL auf gewisse Weise Respekt zollen für den Mut, ausgerechnet einen „Deutschen Comedypreis“ auszuloben. Auch der diesjährigen Ausgabe, ausgestrahlt als Aufzeichnung vom Dienstag, merkte man an, dass die Jurymitglieder noch immer nicht in allen Kategorien aus dem Vollen schöpfen können. Indikatoren waren zum einen die Nominierungen von Humoristinnen und Humoristen, deren Erscheinen in diesem Zusammenhang eher Verwunderung auslöst. Zum anderen zeigt sich das Problem darin, dass alljährlich die selben Kräfte nominiert und reihum prämiert werden. Oder auch in Folge, so wie Cindy aus Marzahn, die nunmehr drei der kegelförmigen Trophäen ihr eigen nennt, oder auch die „heute show“, die zum dritten Mal zur „Besten Comedyshow“ gekürt wurde.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.