Der Kater wäre wohl lieber ein Hund. Vermutlich ist er in Griechenland mit Welpen aufgewachsen, hatte dann aber umständehalber nicht lange Gelegenheit, mit ihnen gemeinsam zu lernen, wie man richtig lebt, will sagen: wie man mit Menschen kooperiert. So ist er zwar stets als Erster an der Tür, wenn es klingelt, und empfängt und verabschiedet auch jedes Familienmitglied ausführlich und lautstark. Mit dem Angebot, gegen die Bürde einer Leine mit nach draußen zu dürfen, kann er aber nichts anfangen.

Er kennt keinen Konditional und das liegt nicht daran, dass er keine Kompromisse machen würde. Mit dem Katzen-ziehen-ihrer-eigenen-Wege-Ding hat er nichts an seinem rotgoldenen Pelzhut. Er hat keine eigenen Wege, sondern sitzt im Gegenteil immer da, wo alle sitzen und am liebsten noch auf ihnen drauf. Charakterlich hätte er gewiss kein Problem damit, auf eine Bedingung einzugehen. Aber er weiß einfach nicht, wie man das macht.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.