Wir besuchen Thomas Demand in seinem Atelier neben dem Hamburger Bahnhof in Berlin. Er führt uns durch den 18 mal 37 Meter großen und sieben Meter hohen Raum. Paulus Ponizak darf fotografieren, was er mag. Nur nicht die Arbeiten, mit denen Thomas Demand gerade beschäftigt ist. Außer Demand sitzen noch zwei Männer in der großen Halle. Sie schneiden Papier. Aus dem Lautsprecher höre ich: „dass ein gutes Deutschland blühe wie ein andres gutes Land“, Brechts „Festlied der Kinder“, vertont von Hanns Eisler, in der Fassung von Heiner Goebbels mit dem Ensemble Modern, gesungen von Josef Bierbichler, die berühmte Kinderhymne, von der viele dachten, sie hätte die deutsche Nationalhymne sein sollen. Das Atelier ist in ehemaligen Lagerhallen des Hamburger Bahnhofs untergebracht. Am Ende werden wir draußen auf der Laderampe sitzen, uns einen Film von Thomas Demand ansehen und einen Blick auf die noch nicht ganz überwachsenen Gleise und ins Grün der Bäume und Sträucher riskieren.

Ich lebe jetzt hauptsächlich in Los Angeles, erzählt Thomas Demand. Dieses Atelier hier haben wir noch ein Jahr. Dazu gehören oben ein paar Büroräume und unten ein Lager. Das benutze ich allerdings kaum, weil ich fast immer alles weg werfe.

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