Der Fall

Die junge Polizistin Katarzyna Ludwinek starb bei einer Verfolgungsjagd in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze. Der vor ihr fahrende SUV hatte abrupt gebremst, sie konnte nicht mehr ausweichen. Der Fahrer, ein Kurier für gestohlene Autos, war zu Fuß auf der Flucht. Lutz Piatkowski (Thomas Loibl) von der örtlichen Bürgerwehr hatte den Unfall beobachtet. Olga Lenski (Maria Simon) und ihr Partner Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) mussten herausfinden, warum Katarzynas Kollege Udo Lehde (Oliver Bröcker) nicht mit im Einsatzwagen saß und woher das Brandmal auf ihrem Oberkörper und die Druckstellen auf ihrem Arm stammten. Lehdes Aussage, sie sei einfach allein losgefahren passte nicht zu dem Bild, das Kollegen von der anscheinend sehr besonnenen Frau zeichneten.

 

Die Auflösung

Einen Mord galt es dieses Mal nicht aufzuklären. Der Kurier Anton (Alexander Finkenwirth) hatte nicht vorsätzlich gebremst. Friedrich Piatowski (Enno Trebs), der mit seinem Vater für die Bürgerwehr unterwegs war, hatte ihn mit einem Laserpointer geblendet. Ludwineks Kollege Lehde hatte sich von Autoschieber Vitali Doroshenko (Jevgenij Sitochin) unter Druck setzen lassen, deshalb wollte er verhindern, dass die junge Frau dem gestohlenen Wagen folgte. Am Ende erschoss Lehde den Kriminellen, weil dieser Frau und Sohn des Polizisten bedroht hatte.

 

Die Ermittler

„Der Preis der Freiheit“ (Regie: Stephan Rick) war der zweite Fall für Olga Lenski und ihren neuen polnischen Partner Adam Raczek. Was sich schon im ersten Film andeutete, bewahrheitete sich hier. Maria Simon und Lucas Gregorowicz sind ein gutes Team. Unaufgeregt, authentisch und sympathisch wirken die von ihnen verkörperten Ermittler.

 

Fazit

Der Fall von Drehbuchautor Michael Vershinin enttäuschte. Ständig sah man Autos oder Motorräder auf Fahrten durch das märkische Oderland. Die hat Kameramann Stefan Unterberger zwar sehr stimmungsvoll eingefangen, aber gegen die sich aufdrängende Langeweile half das leider auch nicht. Außerdem war der Krimi zu unausgegoren. Die Rolle der Bürgerwehr? Wurde nicht weiter beleuchtet. Dazu Kriminelle, die aussahen wie aus dem Bösewicht-Katalog. Der Fall dümpelte lange Zeit so vor sich hin, das plötzlich dramatische Ende konnte dann aber leider auch nicht überzeugen.