Alexander Lang als Ralph mit Renate Krößner als Sunny in Konrad Wolfs Film „Solo Sunny“ (1979).
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BerlinDer Regisseur und Schauspieler Alexander Lang (78) bekommt in diesem Jahr den Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 29. Oktober übergeben, wie die Akademie am Donnerstag ankündigte. Damit würdige die Jury einen Künstler, „dessen Arbeit die Richtung des Aufbruchs im DDR-Theater wesentlich mit geformt hat“.

Die Auszeichnung ist benannt nach dem Filmregisseur und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR, Konrad Wolf (1925–1982). Mit dem Preis werden jedes Jahr herausragende künstlerische Leistungen in darstellender Kunst oder Film- und Medienkunst ausgezeichnet.

Der gebürtige Erfurter Alexander Lang schloss 1966 die Berliner Staatliche Schauspielschule ab. Nach Stationen am Maxim-Gorki-Theater und dem Berliner Ensemble wechselte er 1969 an das Deutsche Theater, dem er bis 1986 und wieder ab 1993 angehörte. Von 1991 bis 1993 gehörte er dem Direktorium des Berliner Schiller-Theaters an, seine Inszenierungen „Die Räuber“ und „Märchen in Deutschland“ (Jacob und Wilhelm Grimm, mit Bernhard Minetti) wurden für das Theatertreffen 1991 ausgewählt. Lang hat zahlreiche Bühnenrollen gespielt und Stücke inszeniert, zudem war er in Film- und Fernsehproduktionen der DDR zu sehen, darunter in Wolfs „Solo Sunny“ (1980). Darin spielt er den Philosophen Ralph.