Berlin - Sein Vater Alfred träumte davon, Schauspieler zu werden. Aber er war Bankbeamter im ostpreußischen Tilsit, mit Frau und fünf Kindern, und er musste Geld verdienen. In den Krieg gezwungen, starb er noch Anfang Mai 1945 in einem Lazarett, vermutlich umgebracht von eigenen Leuten, wegen versuchter Desertion. Armin, der Drittgeborene, mag es als Vermächtnis begriffen haben, den Wunsch des Vaters zu erfüllen.

So kam Armin Mueller-Stahl an die Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Spielte in den frühen 1950er-Jahren am Theater am Schiffbauerdamm und an der Ost-Berliner Volksbühne, war der Marquis von Posa in „Don Carlos“ und der Narr in „Was ihr wollt“, wurde Publikumsliebling in Defa- und Fernsehfilmen. Nach seinem Weggang in die Bundesrepublik setzte er seine Karriere bruchlos fort. Und in Hollywood avancierte er zum Weltstar. Ein Talent in vielen Künsten: als Sänger und Violinist, als Autor von Erzählungen und Büchern. Und als Maler, leidenschaftlich und exzessiv. Am 17. Dezember wird er neunzig Jahre alt.

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