Doppelgängerinnen sind schick in den neuen Produktionen der Deutschen Oper. Claus Guth vervielfältigte in seiner „Salome“ die Titelfigur mit einem Reigen an Mädchen in verschiedenen Lebensaltern. David Hermann macht in der am Freitag vorgestellten „Sache Makropoulos“ etwas ähnliches, wenn er die 337 Jahre alte Emilia Marty mit ihren früheren, je nach Epoche unterschiedlich gekleideten Alias auftreten lässt. Was bei Guth Teil einer geradezu psychoanalytischen Deutung seiner abnorm begehrenden Heldin war, ist bei Hermann eher ein ästhetischer Gag zur Brechung des seltsamen Realismus’ dieser seltsamen Oper.

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