Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) soll sich angeblich völlig aus der Intendantenwahl herausgehalten haben. Das berichten jedenfalls die Rundfunkräte der Deutschen Welle (DW), die am Freitag Peter Limbourg auf den DW-Chefposten berufen haben. Trotzdem wird der Auslandssender zum 1. Oktober einen Intendanten bekommen, der zwar kein CDU-Mitglied ist und vorrangig als Journalist verstanden werden möchte, der aber der Union fraglos nahesteht. Am Freitag erhielt der 52-jährige Limbourg in geheimer Abstimmung bereits im ersten Wahlgang die notwendige Zweidrittelmehrheit: mit 14 Ja-Stimmen, einem Nein und zwei Enthaltungen. „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut sich über die Wahl von Peter Limbourg zum Intendanten der Deutschen Welle“, sagte denn auch Wolfgang Börnsen, kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Anschluss an die Wahl. Der Rundfunkrat habe „eine kluge und weitsichtige Entscheidung getroffen“.

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