Berlin - „Der Engel der Geschichte ist der Geist Deutschlands größter, moderner Kunst: Eine Kunst, die auf die Vergangenheit starrt und ihre Tragödie nicht vergessen kann.“ Oh, wie sehr sich mir bei diesem Satz die Nackenhaare aufstellen! Wie sehr sich der sprachkünstlerische Nonkonformist Walter Benjamin im Portbou’schen Grabe wenden würde, wüsste er, dass seine Beschreibung des Klee’schen „Angelus Novus“ – in einem Spannbogen von Richard Wagner bis Anselm Kiefer – zum Symbolbild beseelter Erinnerungspolitik  eingemeindet würde. 

Es liege etwas Bewegendes in den „Versuchen des Engels, alles, was zertrümmert wurde, wieder ganz zu machen“, schreibt der Kunstkritiker Jonathan Jones in einem wirklich haarsträubenden Text, der kürzlich in der englischen Tageszeitung The Guardian erschien. Der Titel des Textes spricht für sich: „Roh, mutig, wild und ehrlich: Warum Deutschland die größte Künstlernation Europas ist“.

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