Durchaus gruselig ging es zu in der Verfilmung des ersten Teils der Abenteuer von „Tom Sawyer“ und Huckleberry Finn durch die Regisseurin Hermine Huntgeburth. So bedrohlich war der messermordende Indiana Joe inszeniert, dass er nicht nur Tom Sawyer im Schlaf verfolgt haben dürfte, sondern auch viele seiner kleinen Zuschauer. Es gab einzelne Proteste von Eltern und durchaus allgemeine Verwunderung über die Altersfreigabe dieses Films ab sechs Jahre. Nun kann man gewiss darüber streiten, ob es der Horroreffekte bedurfte hätte in einer zur Lausbubengeschichte reduzierten Filmadaption der komplexen Romanvorlage. Dass der gesellschaftskritische Südstaaten-Roman von Mark Twain arm an Gewalt wäre, kann dagegen nicht behauptet werden.

Gerade in dem aus der Sicht von Huck Finn geschriebenen zweiten Teil geht es ruppig zu. Allgegenwärtig ist der grausame Rassismus: Es werden Menschen erschossen, erstochen oder gelyncht, geteert und gefedert. Neben der Frage, ob der Roman tatsächlich ein Buch für Kinder ist, war es also spannend zu sehen, wie der zweite Film, „Die Abenteuer von Huck Finn“, die Wirklichkeit bebildert.

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