BerlinAch, das war bestimmt kein einfaches Jahrzehnt für die Bewohner des österreichischen Ortes Fucking. Durch Digitalisierung und Internationalisierung hat sich weltweit herumgesprochen, dass es einen Ort gibt, der so geschrieben wird wie das englische fucking – also wie das Partizip Präsens beziehungsweise das Gerundium zum Verb to fuck.

Durch häufige Berichterstattung kamen immer mehr englischsprachige Touristen in den Ort, fotografierten sich vor dem Ortsschild. Ganze Reisebusse, liest man, hielten regelmäßig in dem 106-Seelen-Dorf. Nach und nach verschwanden die Ortsschilder, sie mussten regelmäßig auf Kosten des Steuerzahlers ersetzt werden. Im August 2005 wurden sie einbetoniert, eingeschweißt und vernietet – aus Angst vor weiteren Diebstählen. Kurz gesagt: Die Berühmtheit wurde zum Problem.

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