BerlinDas Logo der „Direkten Auktion“ wirkt sinngemäß proletarisch: Es ist das rot-weiße Symbol der Bundesagentur für Arbeit – lediglich farblich invertiert und um 90 Grad gedreht. Hinter der Kunst, so scheint es dieses Logo zu sagen, stehen systemrelevante Menschen. Und die brauchen gerade in Corona-Zeiten besondere Unterstützung. Die Erlöse der „Direkten Auktion“, einer Versteigerung, die zwischen dem 26. und 28. November im Berliner Auktionshaus Jeschke Van Vliet stattfindet, sollen größtenteils den Künstlern selbst zugute kommen. Initiiert wurde das Projekt von Kulturschaffenden rund um die Künstlerin Bettina Semmer und den Gründer der Zentralen Intelligenz Agentur, Holm Friebe. 

Bei den Werken, die dabei zur Versteigerung kommen, handelt es sich um ein eklektisches Sammelsurium aus Bildender Kunst, Design, Mode, Streetart und seltenen Objekten. Sie reichen, wie die Macher selbst schreiben, „von Emerging bis Established. Von Cheap-Art bis Bluechip. Von Postcolonial über Post-Internet-Art“. Übersetzt heißt das: Im Auktionskatalog finden sich Werke Berliner Newcomer, aber auch etablierter Kunst-Urgesteine wie Neo Rauch, Martin Kippenberger und Georg Baselitz. Darüber hinaus etwa ein Spanplattenstuhl („Redesigndeutschland-Stuhl“) des Berliner Design-Phänomens Rafael Horzon, Orignal-Skripte der Kultfilme „Pulp Fiction“ und „Django Unchained“ oder etwa ein Glücksspielautomat der Filmproduzentin Saralisa Volm.

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